Die Kampagne richtete sich nicht nur an die Männer als Freier. Die breite Öffentlichkeit sollte national wie international für das Thema sensibilisiert werden. Diese Strategie ging auf. Nicht nur in den deutschen Medien wurde das Thema Zwangsprostitution aufgegriffen. Von den „Elmshorner Nachrichten“ über die Pariser „Le Monde“, die schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ bis zu japanischen und amerikanischen Fernsehsendern war die Medienresonanz überwältigend.
Kurz gesagt: Dank der öffentlichen Diskussion während der Fußball-WM 2006 ist heute weltweit mehr Sensibilität für das Verbrechen Zwangsprostitution entstanden.
Die Medien haben leider nicht immer sachlich über das Thema berichtet. Die spekulative Zahl von 40.000 Zwangsprostituierten wurde, einmal in die Welt gesetzt, unhinterfragt übernommen und weitergegeben Weil sich das wohl dramatischer anhört, wurde zwischen Prostituierten und Zwangsprostituierten nicht mehr unterschieden.